Von Dresden in die Welt: Dresdner Christstollen

Brigitte Jurczyk, 09.12.2025

Stolz können die Dresdner nicht nur über ihren Ruf als »Elbflorenz« sein: Auch der berühmte Christstollen ist regionales Kulturgut. Der darf sich nämlich nur als Original rühmen, wenn er direkt in der Elbmetropole und den umliegenden Orten gebacken wird. Von hier aus wird er in alle Welt verschickt und fehlt an kaum einer Advents- und Weihnachtstafel.

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Mehl, Hefe und Wasser – aus mehr bestanden die ersten Stollen nicht, die im 15. Jahrhundert gebacken wurden. Eine Fastenspeise, deren Zutaten von der Katholischen Kirche genau reglementiert wurde. Butter und Milch erlaubte sie als Beigabe nicht. Kein wirkliches Erfolgsrezept, dem erst Papst Innozenz VIII. zur Popularität verhalf. Auf Bitten des sächsischen Kurfürsten hob er 1491 das Butterverbot auf. Die Erlaubnis ging als legendärer Butterbrief in die Geschichte ein. Und der Dresdner Christstollen wurde zur süßen Erfolgsstory, die seinesgleichen sucht.

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