Nirgendwo sonst in der Schweiz geht es beim Weinbau so hoch hinaus wie im Wallis.

Wallis: Die Berge im Glas

Dominik Vombach, 06.06.2023

Das Wallis mit seinen 4732 Hektar Rebfläche ist nicht nur der grösste Weinbaukanton der Schweiz, sondern auch eine wahre Schatzkiste für Entdecker. Inmitten der Alpen entstehen hier – häufig aus autochthonen Sorten – einige der spannendsten Tropfen der Schweiz.

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Das Wallis ist der Schweizer Weinbaukanton der Superlative. Nirgendwo gibt es mehr Rebfläche hierzulande als im Wallis mit seinen 4732 Hektar. Auch höhere Reb­berge findet man nirgends in der Schweiz. Die häufig terrassierten Lagen des grössten Weinbaukantons des Landes erstrecken sich vom Rhôneknie bei Martigny bis nach Brig – grösstenteils am nach Süden ausgerichteten Rhôneufer, das zwischen Martigny und Salquenen fast durchgehend mit Rebstöcken bepflanzt ist. Das u-förmige Tal, das vor rund 20.000 Jahren durch den Rückzug der Gletscher geformt wurde, geniesst besonders trockenes und sonniges Klima. Verstärkt werden die steppenartigen klimatischen Bedingungen durch den Föhn, der hier besonders im Herbst windet, was den Anbau von spät reifenden Sorten wie etwa Syrah begünstigt. Gleichzeitig kann hierdurch in deutlich höheren Lagen als anderswo in der Schweiz Weinbau betrieben werden, wie etwa in Visperterminen im Oberwallis, wo die Reben in sagenhaften 1100 Metern Höhe gedeihen.

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