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Wenn man auf dem Grat dieses Berges steht, kommt man sich vor wie in einem Flugzeug im Landeanflug: Man blickt über ein Rebenmeer 110 Höhenmeter in die Tiefe, und am Fuß des Steilhangs liegt inmitten eines gepflegten Parks ein schmuckes Ensemble von Gebäuden: das Weingut von Othegraven. Der Betrieb ist schon seit dem Jahr 1805 im Besitz derselben Familie, doch angesichts der innigen Verbindung von Weinberg und menschlicher Arbeitsleistung könnte man versucht sein, das Verhältnis umzukehren und zu sagen: Seine Majestät, der Kanzemer Altenberg, besaß schon in den Jahrhunderten zuvor stets eine gemauerte Heimstatt, von der aus Menschen in und an ihm gearbeitet haben. Einer dieser Eigentümer, war – als Privatperson übrigens, nicht als kirchlicher Würdenträger – seit 1654 der Erzbischof und Kurfürst von Trier, Karl Kaspar von der Leyen. Bereits zu dieser Zeit existierte ein Kelterhaus, das auch heute noch Teil des Gebäudekomplexes ist. Belegt ist ebenso, dass der Prämonstratenserorden bereits um das Jahr 1381, also nochmal fast 300 Jahre früher, an derselben Stelle eine Struktur besaß, von der aus Mönche und Laienbrüder in den Altenberg ausschwärmten.
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