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Herbert Seckler erinnert sich gut, wie es war, als er vor 50 Jahren als junger Kerl von der Schwäbischen Alb nach Sylt kam, um dort sein Glück zu suchen: »In der damaligen Gastronomie haben alle geprotzt mit der Einrichtung, Glas und Messing überall, und ich? Kein Geld. Es hat grade gereicht für eine Holzhütte.« Da er beim Prunk nicht mithalten konnte, so Seckler weiter, blieb ihm nichts anders übrig, als sich über die Qualität der Produkte einen Namen zu machen. Da der junge Koch und Gastronom in Italien gearbeitet und bereits gute Kontakte auch zu dortigen Weingütern hatte, importierte er die Weine von Granden wie Mario Schiopetto oder Marco Felluga. »Damals musste man den Wein immer pallettenweise bestellen, und so eine ganze Palette hab ich zu jener Zeit nicht im Lokal verkauft bekommen.« So entstand der Weinhandel der Sansibar. Eine glückliche Zeit nennt Seckler diese Jahre, auch wenn jede D-Mark noch sehr hart verdient werden musste.
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