In den traditionellen Qvevri-Amphoren reift Wein in Georgien seit Jahrtausenden tief in der Erde.

Weinland Georgien – Das Gastland der VieVinum

Peter Moser, 15.05.2026

Bei der aktuellen Ausgabe der Weinmesse VieVinum fungiert Georgien auf Einladung der Veranstalter als Gast. Das Weinland zwischen Schwarzem Meer und den schneebedeckten Gipfeln des Kaukasus gilt als die Wiege der Weinkultur und als Motor der modernen »Orange-Wine-Bewegung«. Rund 25 Winzer werden die ungemeine Vielfalt an Sorten und Stilen im Rittersaal der Hofburg repräsentieren.

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Die Wiege der Weinkultur steht unbestreitbar im Südkaukasus, wo die Menschheit vor rund 8.000 Jahren einen ihrer folgenreichsten kulturellen Durchbrüche erzielte. In der fruchtbaren Region des heutigen Georgiens begannen neolithische Siedler damit, wilde Reben nicht mehr nur zu sammeln, sondern sie gezielt zu domestizieren und zu kultivieren. Sensationelle archäologische Funde in den Siedlungen Gadachrili Gora und Shulaveris Gora lieferten den chemischen Beweis für diese Pionierleistung: An Tonscherben aus der Zeit um 6.000 v. Chr. wiesen Forscher Weinsäure nach, ein unmissverständlicher Hinweis auf eine bereits etablierte Weinproduktion. Damit ist Georgien nachweislich die älteste Weinbaunation der Erde, deren Tradition ohne Unterbrechung bis in die heutige Zeit pulsiert.

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