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Schenkt man dem antiken griechischen Dichter Homer Glauben, so versuchten sich einst schon die Zyklopen an der Kunst des Käsemachens: Im 8. Jahrhundert vor Christus beschreibt er in der Odyssee – einem seiner größten Werke –, wie der mythische Held Odysseus beobachtet, dass die einäugigen Fabelwesen in ihren Höhlen Schafe halten und ihre Milch zu Käse verarbeiten. Mehr noch: Odysseus stiehlt bei seiner Flucht sogar ein Stück dieses Vorläufers des heutigen Fetas. Überhaupt kommt Käse in der griechischen Mythologie öfters vor. So soll der Gott Aristaios das Käsen von Nymphen gelernt und sein Wissen dann den Menschen weitergegeben haben. Ob von Nymphen, Göttern, Zyklopen oder Menschen erfunden – fest steht, dass die Herstellung von Ziegen- und Schafskäse in Griechenland uralt ist. Das Land hat eine reiche Schäfertradition, bis heute werden auf abgelegenen Inseln Ziegen- und Schafherden von ihren Besitzern über die kargen Wiesen geführt und suchen sich dort ihr Futter. Im Gegenzug liefern sie Milch, Käse und ab und zu Fleisch.
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