Deshalb fällt es Frauen schwer loszulassen

Ursula Neubauer, 19.09.2024

An alles denken, organisieren, machen, vorbereiten, zuhören, da sein, das große Ganze im Blick und alle Fäden in der Hand haben, leisten, Dinge kommunizieren, managen, sich kümmern . . . Klingt schon beim Lesen stressig, oder? Ist es auch. Und es ist der ganz normale Alltag von vielen Frauen. Da sind viel Druck und wenig Leichtigkeit, viele To-dos und ein Hut, der schlicht oft zu klein ist.

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Laut dem aktuellen Global Gender Gap Report 2024 braucht es noch 134 Jahre, bis Gleichstellung zwischen den Geschlechtern hergestellt ist. Es verwundert also wenig, dass Frauen in unterschiedlichen Umfragen angeben, gestresster zu sein als Männer. Vor allem das Alltagsmanagement und die sogenannte Care-Arbeit sind nach wie vor ungleich verteilt, bestätigt Leadership-Coachin Tanja Reiter-Narrenhofer, die sich auf ­Frauenthemen spezialisiert hat. Darauf zu warten, dass sich die Rahmenbedingungen morgen ändern, scheidet als Taktik also eher aus. Aber wie kommt dann mehr Leichtigkeit in den Alltag? »Als Erstes würde ich empfehlen, der eigenen inneren Kritikerin auf die Spur zu kommen«, sagt Reiter-Narrenhofer. »Frauen sind meiner Erfahrung nach viel kritischer mit sich als Männer und das erzeugt viel Druck, der nicht nötig ist.«

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