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Kennen Sie das: wenn Sie ein Duft aus einem Restaurant an ein Lieblingsgericht aus der Kindheit erinnert und Sie spontan an den Esstisch in der Küche der Eltern oder Großeltern katapultiert? Oder die Aromenvielfalt eines frisch gebrühten Kaffees Ihren gedankenschwangeren Kopf leert? Den literarischen Grundstein dieses neurowissenschaftlichen Phänomens legte Marcel Proust 1910 in seinem Roman »Auf der Suche nach der verlorenen Zeit«, als er beschrieb, welches Glücksgefühl Lebemann Charles Swann erfüllte, als er den Geruch von frisch gebackenen Madeleines und Lindenblütentee wahrnahm. Seitdem spricht man in diesem Zusammenhang vom »Proust-« oder »Madeleine-Effekt«.
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