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Gewichtsdecken, auch »Therapiedecken« genannt, haben in den letzten Jahren zunehmend Aufmerksamkeit gewonnen. Sie sind schwerer als normale Decken und verteilen das Gewicht gleichmäßig über den Körper. Gewichtsdecken wirken auf den ersten Blick unscheinbar, doch ihr Prinzip ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Sie nutzen den gleichmäßigen, tiefen Druck, um Körper und Nervensystem zu beruhigen. Dieser sogenannte »Deep Touch Pressure« beschreibt einen sanften, beständigen Reiz, der das vegetative Nervensystem anspricht. Der Druck kann dazu beitragen, den Herzschlag zu verlangsamen, die Atmung ruhiger werden zu lassen und den Körper in einen Zustand zu führen, der Entspannung leichter zulässt. Manche Menschen vergleichen dieses Gefühl mit einer Umarmung, die Sicherheit schenkt und die innere Anspannung leise zurückdrängt. Durch diesen tiefen Druck kann die Ausschüttung von Serotonin angeregt werden – einem Botenstoff, der Wohlbefinden und Gelassenheit unterstützt. Damit steigt indirekt auch die Produktion von Melatonin, dem Schlafhormon, das unsere innere Uhr steuert. Viele Menschen spüren deshalb unter einer Gewichtsdecke, dass sie weniger unruhig sind, weniger hin- und herwälzen und leichter in den Schlaf finden.
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