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Eine kürzlich erschienene Studie der University of York und der University of Glasgow brachte Erstaunliches zu Tage: Bereits Europäer:innen der Jungsteinzeit ernährten sich regelmäßig von Seegras und Süßwasserpflanzen – bis ins frühe Mittelalter! Ergebnisse, die anhand von Messungen an mumifiziertem Zahnstein belegt wurden, aber auch von mittelalterlichen isländischen, irischen und bretonischen Gesetzen zum Sammeln von Algen untermauert wurden. Warum ist also etwas, das heute als »Superfood« gilt, so völlig in Vergessenheit geraten? Historiker:innen sind dabei, die Umstände, die dazu führten, zu klären. Wie vieles unterlagen Algen höchstwahrscheinlich auch Moden und galten irgendwann – als Alternativen wie Kartoffeln auf dem Speiseplan auftauchten – als undankbares Armenessen aus dem Meer. Während sie von (nordwest-)europäischen Speiseplänen vollständig verschwanden, erfreuen sie sich in Asien seit jeher ungebrochener Beliebtheit.
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