Pu-Erh: Fermentierter Tee mit heilenden Kräften

Carolin Schmid, 02.02.2024

In der traditionellen chinesischen Medizin gilt der Tee als Heilmittel. Auch in der westlichen Gesellschaft schwören Liebhaber:innen auf das Heißgetränk und seine gesundheitsfördernde Wirkung. Was ist also dran an dem schwarzen Gold?

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Seit über 1700 Jahren stellen Menschen in der südchinesischen Provinz Yunnan Pu-Erh Tee aus der gleichen Pflanze der Assam-Variante für Schwarz- und Grüntee her. Handelt es sich beim Schwarztee lediglich um einen oxidierten Tee, bei dem die enthaltenen Polyphenole mit dem Sauerstoff aus der Luft reagieren, gilt der Pu-Erh Tee als einzig wirklich fermentierte Tee. Sein Herstellunsgverfahren ist dadurch auch aufwendiger: zuerst werden die Blätter gewelkt, dann gedämpft und getrocknet, um anschließend in Ziegel oder Kügelchen gepresst. Sind diese Schritte erledigt, beginnt der Fermentationsprozess, bei dem Mikroorganismen, Pilze und Bakterien aktiv Kohlenhydrate und Aminosäuren verstoffwechseln. Die enthaltenen Gerbstoffe wandeln sich dabei in weichere Polyphenole um, was dem Tee einen milden und süßlichen Geschmack verleiht. Kenner:innen wissen, dass ein guter Pu-Erh Tee mindestens fünf Jahre alt sein sollte.

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