Starker Beckenboden: Warum jede Frau ihn trainieren sollte

Michaela Hocek, 13.07.2025

Der Beckenboden sorgt für Spannung in unserer Mitte – er stützt unsere Organe, sorgt für eine gute Haltung, verhindert Inkontinenz und kann sogar das Lustempfinden steigern. Gründe genug, um den »versteckten« Muskel fit zu halten.

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Er ist der »Hidden Hero« unserer Körpermitte: der Beckenboden. Die Platte aus drei Muskelschichten, Bändern und ­Bindegewebe befindet sich im Boden der Beckenhöhle, wo sie, einer Hängematte im Inneren gleich, eine wichtige Stützfunktion einnimmt. »Die Beckenbodenmuskulatur hält – wenn sie gestärkt ist – die inneren Organe an der anatomisch korrekten Stelle und hilft präventiv gegen Inkontinenz, Blasen- und Gebärmuttersenkung«, erklärt Dr. Regina Novak, ­Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Er stabilisiert nicht nur Gebärmutter, Blase und Darm, sondern unterstützt auch deren Schließmuskelfunktion. Außerdem profitiert auch das Lustempfinden von einer »fitten Mitte«, denn ein gesunder Beckenboden steigert die Durchblutung im Intimbereich, verbessert die Muskelkontrolle und kann so die sexuelle Stimulation verbessern. Allerdings ist die Beckenbodenmuskulatur kein statisches System – sie muss sowohl Spannung aufbauen als auch flexibel bleiben können. Ist der Bereich geschwächt, kann dies zu zahlreichen Problemen führen. Denn bei einer »durchhängenden Hängematte« senken sich die inneren Organe wie Blase oder Gebärmutter. Bemerkbar macht sich dies durch unfreiwillige Blasenschwäche, häufigen Harndrang und sogar Inkontinenz, aber auch durch ein Fremdkörpergefühl in der Vagina, Unwohlsein oder Schmerzen beim Sex. Für Betroffene wird Alltägliches wie Lachen, Niesen oder Husten zur Herausforderung.

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