Zucker im Wandel: Vom Apothekergeheimnis zum Gesundheitsdilemma

Christina M. Horn, 04.07.2025

Die süße Versuchung ist Segen und Fluch gleichermaßen. Was heute in Übermengen genossen zu gesundheitlichen Problemen führt, war früher höchstes Luxusgut. Zeit für einen natürlichen Umgang damit.

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»A spoonful of sugar helps the medicine go down« – die Kindheitsheldin Mary Poppins besang bereits 1964 die süße Freudenwirkung des Zuckers. Heute ist das Kohlenhydrat fester Bestandteil unserer Esskultur, wird geliebt und verteufelt, in rauen Mengen verspeist oder auf ein Minimum reduziert. Das war aber nicht immer der Fall. Lange Zeit wusste nur ein Bruchteil der Welt von dem Gaumenglück, das sich hinter dem Zuckerrohr versteckte. Auf Melanesien kaute man bereits vor 10.000 Jahren an der energiereichen Pflanze, die über Seewege nach Indien und weiter nach Persien gelangte. Dort wurde Zuckerrohr als Medikament und Luxusgut verwendet. Dass die Kostbarkeit schließlich nach Europa kam, ist den Kreuzrittern zu verdanken, die das »Saccharum ­officinarum« im 11. Jahrhundert mit an Bord nahmen.

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