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MESSE HIGHLIGHT: DIGITALBAU 2024 IN KÖLN

Die krisengeschüttelten Protagonist:innen der Bauwirtschaft blicken heilssuchend auf die Digitalisierung im Bauwesen. Von 20. bis 22. Februar findet mit der digitalBau-Messe in Köln ein wichtiges Branchentreffen statt, das sich der digitalen Transformation in der Bauwirtschaft annimmt. LIVING wagt einen Ausblick für Sie.

06.02.2024 - By Verena Schweiger

Expert:innen zufolge hat die Baubranche in den letzten Jahren den Anschluss an die fortschreitende Digitalisierung massiv verabsäumt. Zu langsam, zu beschwerlich und zu wenig nachhaltig seien die Bedingungen bei der Planung und in situ. Und das, obwohl es mittlerweile eine Vielzahl an Technologien für fast jeden Bereich gibt, die das Bauwesen durchaus modernisieren und somit für Mensch und Ressource schonender gestalten würden. Hinzu kommen Fachkräftemangel, Kostendruck und lange Planungsverfahren als massive Herausforderungen der Branche. Die Kölner Messe digtalBAU widmet sich genau diesem digitalen Nachholbedarf und thematisiert die digitale Transformation sowie Lösungsansätze zu den aktuellen Problemfaktoren in der Bauwirtschaft. Diese umfassen die gesamte Wertschöpfungs- und Prozesskette des Bauens, von der Planung über die Umsetzung bis hin zum Betreiben und Bewirtschaften von Gebäuden, Städten und Landschaften. Rund 330 internationale Aussteller:innen und eine handvoll Side-Events werden die neuesten Technologien einem Fachpublikum vorstellen und die brisantesten Themen diskutieren. Vor allem auch der ressourcenschonende Umgang mit Materialien und die viel besprochene Kreislaufwirtschaft bzw. das zirkuläre Bauen werden heiß diskutiert werden. Weitere Leitthemen der 2024 Edition werden die Themenkreise Konnektivität, digitaler Zwilling und Urbanisierung bzw. Smart City sein.

Bau meets IT

Eine wichtige Brücke zu Robotik, Metaverse und Co. schlägt hier der Bereich Konnektivität. Denn einzelne Faktoren, sei es in analoger oder digitaler Form, müssen zusammenspielen, um eine tatsächliche Effizienzsteigerung im Ablauf sowie eine erfolgreiche digitale Transformation zu erreichen. Die Konnektivität springt hier ein und verknüpft die Einzelprozesse miteinander. Die digitale Baustelle und der Einsatz von künstlicher Intelligenz hält spät, aber unaufhörlich Einzug in die Praxis: Häuser aus dem 3D-Drucker, Robotik und Big Data sind keine Zukunftsszenarien mehr, jedoch in der Praxis noch nicht alltäglich. Auch die hohe Branchen-Fragmentierung der Bauwirtschaft in den DACH-Ländern war bisher Hindernis für die Digitalisierung. Diese kleinteilige Branchenstruktur mit vielen Ein-Mann-Firmen und Kleinbetrieben steht damit im Kontrast zur Fertigungsindustrie, die größtenteils bereits auf serielles Bauen umgestellt hat. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, muss die digitale Baustelle in Angriff genommen werden. Ein weiteres Leitthema, das auf die Nachhaltigkeit abzielt, ist das zirkuläre Bauen, das auf die Wiederverwendbarkeit von Baumaterialien setzt. Bauwerke werden so zu einem wertvollen Materiallager von Rohstoffen. Kreislaufwirtschaft und Sanierung werden immer stärker einen Abriss von Altbestand und dessen Entsorgung ersetzen. Vor allem im Anbetracht des Mega-Trends Urbanisierung und der Verdichtung von bebauten Flächen, ist dies ein wichtiger Faktor. Smart City-Technologie kommt hier zum Einsatz und wird auf der digitalBau 2024 thematisiert.

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