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Outdoor-Küchen: NATURNAH kochen

Das Kochen wird zum Frischlufterlebnis: Vollwertige Outdoorküchen erfreuen sich größerer Beliebtheit denn je. Dank klarer Formgebung, hochwertiger Ausstattung und Robustheit überzeugen die Modelle auf ganzer Linie. 

27.03.2024 - By Christina Horn

Titelbild: Black is back Die Outdoor-Küche »Drop« von Cane-Line aus pulverbeschichtetem Aluminium in matt-schwarzem Finish verfügt – neben einem Waschbecken und einer Tischplatte aus Edelstahl – über ausreichend Stauraum für jedes kulinarische Vorhaben. cane-line.de

Die Zeiten, in denen man in einer separaten Küche à la Schütte-Lihotzky still vor sich hin kochte, sind längst vorbei: Die Küche von heute ist offen, hell, groß. Sie ist vom bloßen Funktionsraum zum Ort der Geselligkeit geworden. Und das nicht nur im Innen-, sondern auch im Außenraum. Dabei geht das Kochgeschehen in Gärten und auf Terrassen mittlerweile weit über bloßes Grillen hinaus. Heute setzt man vermehrt auf vollwertige Outdoor-Küchen, ausgestattet mit Öfen, Herdplatten und Co.

Kochen an der frischen Luft

Ein allgemeines Interesse an der Außenküche war bereits vor der Pandemie deutlich spürbar, seither ist es konstant gestiegen: Das spiegelt sich auch bei den Herstellern wider, die sich der speziellen Nachfrage angenommen haben und vermehrt vollwertige Küchen für Terrasse und Co. anbieten. Unter ihnen befindet sich etwa der italienische Familienbetrieb Jokodomus: Josi Kosta, selbst passionierter Koch, sieht den Trend auch darin begründet, dass der Küchenbereich selbst offener geworden ist. »Die Küche ist ein Wohnzimmer geworden, ein einziger Raum«, so der Designer und Geschäftsführer. Dies habe die Köch:innen nach draußen getrieben, denn: »Gewisse geruchsintensiv belastende Gerichte kocht man deswegen nicht mehr gerne drinnen.« Hinter dem Drang nach Draußen steht für ihn aber auch eine Rückkehr zur Simplizität, zur Natur – sie ist für den Designer Ausdruck des Cocooning-Effekts. Was sich mit zunehmender Popularität zudem bemerkbar macht: Außenküchen werden immer größer und vielfältiger. Besonders beliebt sind modulare Designs – von Jokodomus, aber auch anderen Herstellern, wie openair kitchen oder Cane-line. »Es rücken ständig neue Stil- und Ausführungsoptionen nach, um den Anforderungen aktueller Wohnstile gerecht zu werden«, weiß auch der kalifornische Designer Lance Stratton. Und ergänzt: Die Zeiten, in denen der Holzkohlegrill die Outdoor-Kulinarik im Alleingang beherrschte, sind vorbei. »Traditionelle Grills werden jetzt mit Evo-Flachgrills, Keramik-Kamado-Grills und Holz- oder gasbefeuerten Pizzaöfen kombiniert.« Zur gängigen Ausstattung zählen darüber hinaus robuste Induktions­platten, Kühlschränke und Waschbecken.

»Zufriedenheit im Bereich der Outdoor-Küchen setzt Beständigkeit, Ästhetik und funktionelle Verlässlichkeit voraus.« Josi Kosta, Geschäftsführer JOKODOMUS

Lust auf mehr?: Ob Backofen, Teppanyaki, Barbecue, Kühlschrank oder Induk-tions--kochfeld: Die robusten Outdoor-Küchen von JOKODOMUS können durch das Modulsystem nach Lust und Vorliebe umgebaut und erweitert werden. jokodomus.com

Form und Funktion von Outdoor-Küchen

In Sachen Design liegen hochwertige Materialien und eine klare Formensprache im Trend: Der österreichische Küchendesigner Norbert Wangen sieht in diesem Bereich vor allem einen Hang zu »zeitlosen Looks« gegeben. Dieser zeigt sich unter anderem bei Boffi: High-End-Küchen wie die »AH01«, erhältlich etwa bei Ecker am Schubertring, ziehen mit ihrer klaren Eleganz die Blicke auf sich. Daneben erleichtern App-Anbindungen im Sinne des Smart Homes die optimale Nutzung und Regulierung der Außenküche. Eine Outdoor-Küche muss jedoch nicht nur optischen Ansprüchen, sondern auch Wind und Wetter standhalten. Lance Stratton, der mit seiner Outdoor Kitchen in Point Loma eine Küche gestaltet hat, die bei salziger Meeresluft rostfrei bleiben muss, erklärt: »Gegossenes PVC und Phenolharze weisen den Weg in die Zukunft der Outdoor-Möbel. Sie bieten hervorragende Haltbarkeit und Wetterbeständigkeit in verschiedenen Stilrichtungen – von traditionell bis modern.« Bei Jokodomus wiederum setzt man auf Materialien, die drei Menschenleben über-dauern könnten, erklärt Josi Kosta: darunter Edelstahl, hochwertiges Aluminium oder der Acrylstein Corian. Hobbyköch:innen steht heute ein breites Angebot an Outdoor-Küchen-Designs zur Verfügung. Sie erheben den Außenbereich in den Rang eines vollwertigen Wohnraums – und beweisen dank Vielfalt Widerstands-fähigkeit und Geschmack.

Heiß gekocht: Die BOFFI »AH01« von Andreucci & Hoisl besteht aus Mono-blöcken aus Edelstahl, Corian und IROKO-Holz. Die Küche verfügt über eine Teppanyaki-Platte mit hochmodernem Brenner, die Schutz bis zu 400 °C gewährleistet. boffi.com

Komplexe Einheit Nomen est omen: »PURE« von openair kitchen setzt auf modernen Minimalismus und klare Linienführung und besteht aus Aluminium, Edelstahl und Dekton. Durch die Modulbauweise lässt sich die Kitchenette beliebig erweitern. openair-kitchen.de

»Die Stil- und Ausführungs-optionen für Außenküchen wachsen schnell, um den Anforderungen aktueller Wohnstile gerecht zu werden.« Lance Stratton, Designer Studio Stratton

California cooking: Studio Stratton macht die Küche zum Mittelpunkt des Außenbereichs: Die Rückwand stellt einen verspielten Gegensatz zum imposanten Außengrill dar, dank der umfassenden Ausstattung schöpfen Hobbyköch:innen hier aus dem Vollen. studiostratton.com

Erschienen in:

Falstaff LIVING 02/2024

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