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Der Großteil des facettenreichen gastronomischen Angebots, das normalerweise mit New York assoziiert wird, entstammt der jüdischen Küche. Und die wiederum ist so vielfältig wie das jüdische Volk selbst. Eingewandert in den Jahren zwischen 1880 und 1920 aus Osteuropa, insbesondere aus Polen, Russland und der Ukraine, brachten vor allem die aschkenasischen Juden ihr reiches kulinarisches Erbe mit. Andere Einflüsse gehen auf die sephardischen Einwanderer, deren Vorfahren in Portugal und Spanien, später auch in Marokko, Tunesien und dem Jemen lebten, sowie auf die bucharische Gruppe aus Zentralasien zurück. Sie alle brachten Spezialitäten, Kochtechniken und Aromen mit. Daher gibt es »die« jüdische Küche nicht. Vielmehr handelt es sich um ein Potpourri kulinarischer Traditionen und Esskulturen. Sie stiften Identität, dienen der Abgrenzung und Distinktion ebenso wie der Gruppen- und Gemeinschaftsbildung. Faktoren, die gerade in der Diaspora wesentlich sind, und die in einer säkularisierten Gesellschaft noch an Bedeutung gewinnen. Wo viele Regeln (auch religiöse) wegfallen, bildet die traditionelle Kulinarik einen gemeinsamen Anker.
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