Analyse: Der Wein-Jahrgang 2020 weltweit

Benjamin Herzog, Othmar Kiem, Peter Moser, Ulrich Sautter, 03.03.2021

Auch im Weinbau war Corona das beherrschende Thema des letzten Jahres. Die Winzer haben diese Herausforderung zwar bestanden, die Absatzmärkte jedoch noch lange nicht.

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Die Winzer der Alpenrepublik zeigen sich mit dem Weinjahr 2020 auf breiter Front zufrieden. Ein kaltes und trockenes Frühjahr hatte den Austrieb der Reben zunächst verzögert, ab April sorgte eine signifikant hohe Anzahl von Sonnenstunden für eine zügige Entwicklung der Reben, die gefürchteten Spätfröste blieben aus. Die Blüte war bei den meisten Sorten Mitte Juni abgeschlossen, nur punktuell gab es Einbußen durch Verrieseln. Der Sommer brachte viele heiße Tage, immer wieder unterbrochen von Niederschlägen, der Druck durch Pilzkrankheiten ließ die Winzer wachsam bleiben. Leider gab es auch während der Reife-periode lokale Hagelereignisse, zum Beispiel im Donauraum, wobei die Wachau mit Schwerpunkt Spitz besonders hart getroffen wurde. Dank der Niederschläge nahmen die Reben und Trauben sonst im Großen und Ganzen eine weitgehend stressfreie Entwicklung. Das Finale des Weinjahres 2020 brachte für die Winzer einerseits überdurchschnittlich viele Sonnenstunden dank zahlreicher noch sehr sommerlicher Tage, was eine optimale Reife der Trauben beförderte, ein Kaltlufteinbruch brachte aber auch starke Niederschläge mit sich. Man beeilte sich also schließlich, die gesunden Trauben in den Keller zu bringen.

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