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»Wenn man irgendwo auf der Welt vor Terroranschlägen sicher ist, dann hier«, witzelt unser Fotograf. Wir befinden uns im Rifugio Lagdei im Nationalpark Apennin Tosco-Emiliano, in den Bergen zwischen der Emilia Romagna und der Toskana. Hier sagen sich Fuchs und Hase gute Nacht, besonders in der Nebensaison und wochentags ist hier einer der ruhigsten und friedlichsten Plätze Italiens. Es verirren sich nur wenige Wanderer in die »Rifugi« genannten Berghütten, diese kommen nicht bloß wegen der guten Luft, sondern vor allem wegen der kulinarischen Verlockungen. Wie in der gesamten Emilia ist Kulinarik stets Gesprächsthema Nummer eins. Über Rezepte, die sich schon von Dorf zu Dorf unterscheiden, über Restaurants und ihre Spezialitäten, über die besten Bezugsquellen für Lebensmittel. Und wenn nicht über Essen gesprochen wird, dann über Fußball. Die Küche der Berge ist einfach und muss sättigend sein, denn die Wanderer sind hungrig. Die Köche arbeiten ambitioniert, machen selbstverständlich die Pasta selbst und profitieren von geschmackvollen Kräutern direkt vor der Haustüre. Und von geliebten Zutaten wie dem Parmigiano Reggiano, dem traditionellen Hartkäse, der seit 900 Jahren in nahezu unveränderter Form hergestellt wird. Ein Gericht ohne Parmigiano ist in den Bergen eine Rarität. Das bestätigt uns auch ein älteres Paar, das neugierig die Fotografen bei ihrer Arbeit beobachtet hat: »Wir haben IMMER Parmigiano zuhause!« zeigt sich die Dame stolz auf die lokale Tradition. »Und wir sind immer an der Rinde!« beschreibt ihr Mann schmunzelnd den hohen Verbrauch.
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