Sie sind angetreten, um den Wienern die Bosna-Kultur näher zu bringen: PR-Mann Stefan A. Sengl (l.) und Gastronom Mike Lanner, beide gebürtige Salzburger.

Auf der Suche nach der perfekten Bosna

Martin Kubesch, 12.06.2021

Ein PR-Experte und ein Gastronom, beide mit Salzburger Wurzeln, wollen den Wienern beibringen, wie eine richtig gute Bosna gemacht wird. Das Ergebnis ist so gelungen, dass selbst waschechte Salzburger Tränen des Glücks zerdrücken.

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So ist das mit Metropolen. Sie sind naturgemäß und seit jeher Anziehungs- und Sammelpunkt für Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen. Und jede Kultur bringt selbstverständlich auch ihre kulinarischen Traditionen und Eigenheiten mit – als Nabelschnur zur alten Heimat einerseits, aber nicht zuletzt auch als gastronomische Entwicklungshilfe. Davon profitieren alle – die Zuzügler, die Alteingesessenen, die so regelmäßig neue Geschmackseindrücke serviert bekommen, und letztlich auch die Metropolen selbst, deren Genuss-Portfolio laufend erweitert wird. Bestes lokales Beispiel dafür ist naturgemäß Wien: Die Hauptstadt verfügt heute über eine kulinarische Bandbreite, wie es sie sonst nur in den größten Metropolen der Welt gibt. Kaum eine Küche oder Spezialität, die hier nicht in zumindest ansprechender Qualität zu finden wäre. Mit einer einzigen Ausnahme: Bosna. Diese würzig-scharfe Herrlichkeit aus Zwiebeln, Curry und Bratwürsten ist der mit Abstand wichtigste Beitrag der Mozartkugelstadt Salzburg zum Trend-Thema Street Food, war aber in Wien einfach nicht in nennenswerter Qualität zu bekommen. Bis vor Kurzem.

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