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Museen sind unsere Gedächtnisspeicher. Als Institution erforschen, erhalten und vermitteln sie unsere kulturellen Erinnerungswerte, zugleich sind sie heute beliebte Freizeitstätten, unterhalten mit großen Namen oder kuriosen Schausammlungen. Der Zugang für alle ist allerdings erst seit rund 250 Jahren in dieser Form möglich. Zuvor unterhielt man rein private Sammlungen, in der Renaissance etwa als Studiolo – Studierzimmer – bezeichnet. An europäischen Fürstenhöfen erfreute man sich am Kuriositätenkabinett, Gemälde und Tapisserien wurden in der Galeria, einem überdachten Arkadengang, präsentiert. Noch bis ins Spätbarock inszenierten Adlige und wohlhabende Bürger im Typus der Kunst- und Wunderkammer ein buntes Sammelsurium aus Naturalia, Mirabilia, Artefacta, Scientifica, Antiquites und Exotica. Gesellschaftlichen Umbrüchen ist es schließlich geschuldet, dass bis ins 19. Jahrhundert viele dieser privaten Sammlungen in neu errichtete und öffentlich zugängliche Museumsbauten übergingen.
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