Mädesüß, Farne, Waldbeeren und wilder Thymian – die Natur deckt den Tisch reichlich. An der Bar wird dieser Reichtum gerade erst entdeckt.

Bartrend Foraging: Shaker und Sammler

Roland Graf, 02.05.2019

Ein Küchengarten reicht den Bartendern längst nicht mehr. Selbst gesammelte Drink-Zutaten versprechen maximale Individualität und Cocktail-Geschmack.

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Schlehen, Hagebutten, Walnuss, Brombeerblätter, Haselnuss, Eiche, Hopfen …« – Hubert Peter ist schwer zu bremsen. Der Bar-Chef des »Bruder« in der Wiener Windmühlgasse zählt aber keine Einkaufsliste auf. »Endlich startet wieder die Sammel-Saison.« Da begibt sich der gebürtige Vorarlberger nach den Wintermonaten nun auf die Suche nach natürlichen Zutaten. Peter ist seit Jahren – zunächst in der »Au« im Augarten, dann im »Kussmaul« am Spittelberg bzw. im Pop-up »rien« – Protagonist eines Bar-Trends, für den es keinen Namen gibt. Zumindest keinen deutschen. Denn eine Übersetzung ins Deutsche für das englische »Foraging«, das als Oberbegriff für das Sammeln natürlicher Materialien für die (Bar-)Küche dient, gibt es nicht. Kräutersammeln oder Schwammerlsuchen sind allenfalls Teildisziplinen davon. Den deutschsprachigen »Foragern« geht es aber um mehr. Um alles.

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