Bellini: Ein Bild von einem Drink

Lukas Zimmer, 08.07.2022

Was wäre ein Sommer ohne Bellini? Die Farbe, die spritzige Leichtigkeit, das Aroma haben ihn nicht umsonst zum Klassiker gemacht. Dabei ist er moderner denn je – steht er doch für den Genuss, der aus kreativem Umgang mit regionalen und nachhaltigen Produkten entstehen kann.

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Serendipität. So nennt man in der Wissenschaft die Fähigkeit, aus Zufällen Erkenntnisse zu gewinnen. Wie beim Penicillin, das die Welt einer schlampig angelegten Bakterienkultur verdankt. Oder wie bei Superkleber, der fast als gescheiterte Formel für Kunststoffglas – niemand konnte die Klebrigkeit loswerden – entsorgt worden wäre. Oder wie beim »Bellini«, der nur entstehen konnte, weil norditalienische Winzer nicht wussten, wohin mit den vielen Weingartenpfirsichen – bis Giuseppe Cipriani in seiner »Harry’s Bar« 1948 in Venedig eins und eins zusammenzählte. Oder besser gesagt, eins und drei: Ein Viertel frisch pürierter Weingartenpfirsich, drei Viertel Prosecco, fertig war der klassische Sommer-Aperitivo.

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