Bier: Grenzenlos gehopft

Roland Graf, 05.06.2019

Wo Bier sogar aus einem Brunnen fließt, sprudeln die Ideen der Kreativbrauer. Karnische Kleinbrauereien geben nicht nur im hopfenreichen Slowenien ein »Craft«-iges Lebenszeichen.

Werbung

Die Brau-Spezialität schlechthin zwischen Karawanken und Dolomiten war jahrhundertelang das Steinbier: Heiße Fels-stücke ließen dabei den Malzzucker karamellisieren. Traditionsbewusstsein prägt Kärnten bis heute, immerhin steht hier mit Hirter (1270 gegründet) in Micheldorf eine der ältesten Brauereien Österreichs. Mit dem unpasteurisierten »Morchl« pflegt der Familienbetrieb dieses Erbe, mit dem fassgelagerten »Beerique« in der Großflasche überraschte man die Craft-Beer-Fans. Diese werden mittlerweile in Radenthein bei Uli Bachers »Shilling« ebenso fündig wie in Kötschach-Mauthen bei »Loncium«, das die Brauer Klaus Feistritzer und Alois Planner sogar um ein Bierhotel erweitert haben. Selbst Hopfen wird – etwa von Josef Habich vom Wimitzbräu in Mittelkärnten – wieder kultiviert.

Weiterlesen

Werbung