Paul Grüner ist Südtirols Knödelpapst. Bei ihm erfährt man, wie aus der Nationalspeise eine runde Sache am Gaumen wird. 

Bitte für uns Knödel

Ilse Fischer, 08.04.2017

Der Knödel ist in Südtirol kulinarisches Kulturgut. Er vereint ­Widersprüchliches und schafft dabei Frieden am Teller. Eine kleine Hommage an die runde Ikone.

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Wer Knödel ist eine Wissenschaft für sich. In Südtirol ist er aber noch viel mehr. Fungiert er doch als kulinarisches Scharnier zwischen alpiner Tiroler und italienischer Kochkunst und Lebenskultur – Rustikalität und mediterrane Feinheit in einer Kugel vereint. Seit über 4000 Jahren werden im Alpenraum Knödel gegessen, seit dem Mittelalter sind sie in der bäuerlichen Küche eine feste Größe – eine Knödelkonstante sozusagen. Der früheste Bildbeleg eines Knödels kann in der Burgkapelle Hocheppan bewundert werden und stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das Fresko in der Kapelle zeigt eine kniende Frau, die Knödel für die Heilige Maria zubereitet.

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