Brooklyn & Co.: Jenseits von Manhattan

Frauke Steffens, 14.09.2023

Auch abseits der touristischen Trampelpfade gibt es in New York eine quicklebendige Gastroszene, die sich ständig neu erfindet. Oder besser gesagt: Es gibt zahlreiche solcher Szenen – und sie knüpfen an reiche Traditionen an.

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Sonnenstrahlen spiegeln sich auf den Wellen, die Befestigungen der Segel klackern, gelb-weiß gestreifte Markisen schützen vor zu viel Hitze. In der Ferne liegt die Skyline von Lower Manhattan. Wer am frühen Abend einen Platz im Restaurant »Pilot« ergattert, hat Glück. Nur wenige Restaurants bieten, was das 99 Jahre alte Segelboot bietet, das fest vertäut im Brooklyn Bridge Park liegt: goldenes Licht, Urlaubsgefühle, einen unverstellten Blick auf Manhattan. Frauen in Sommerkleidern und Männer in Shorts sitzen an der Bar. Es gibt Austern und Cocktails mit maritimen Namen wie »Skipper Key« oder »Permanent Vacation«. Auch die Lobster Roll lohnt sich hier: Eine großzügige Portion Hummerfleisch mit würziger Sauce kommt im Brötchen, ist mit 32 Dollar aber vergleichsweise teuer. Für solche Preise bräuchte man Manhattan nicht zu verlassen – wohl aber für neue Entdeckungen. Denn in den anderen Stadtteilen der Millionenmetropole lassen sich gastronomische Highlights erkunden, die locker mit den Starköchen am anderen Ufer des East Rivers mithalten können. In Brooklyn und Queens gibt es nicht die eine, sondern sehr viele kulinarische Szenen. Und die erfinden sich ständig neu, während sie auf reiche Traditionen zurückgreifen.

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