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Wer könnte es besser als der Vier-Hauben-Koch Rudi Obauer? In Österreich wohl niemand. Was aber kann er nun besser als manche andere? Den Menschen von heute erklären, worauf es beim Essen und Genießen ankommt. Oder überhaupt im Leben. »Ich koche, also bin ich« ist natürlich ein mehr als anspruchsvoller Titel mit großem »Vorbild«. (Cogito, ergo sum – ich denke, also bin ich – ist die verkürzte lateinische Übersetzung von »Je pense, donc je suis« des französischen Philosophen René Descartes (1596-1650) und gehört ganz sicher zu den drei meist zitieren Sätzen berühmter Philosophen.) Und so liest man zuerst ein wenig skeptisch in diesem Plädoyer für Selbstverantwortung und Unabhängigkeit, um dann mit wachsendem Interesse und großer Freude weiter zu lesen und am Ende zu lernen. Ja, man lernt etwas bei der Lektüre von Rudi Obauers kochphilosophischer Abhandlung und das ganz ohne Zwang. Und am Ende ist man froh, dass es dieses Buch gibt und den besonderen Koch, der mit seinem Bruder Karl schon so viele Jahre auf sehr hohem Niveau und doch ohne Stargetue kocht. Warum das so ist? Weil Rudi Obauer ohne Pathos und Besserwisserei und sehr verständlich erklärt, wie man seine Küche wieder zu einem Ort der Gemeinschaft machen kann. Was es braucht, um kreativ zu kochen und dass man kein mehrgängiges Menü kochen muss, um ein guter Gastgeber zu sein. Und weil er einfach ein ganz besonderer Koch und Mensch ist.
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