»Burger killed the radio star« im Lokal »Die Burgermacher«.

Burger-Meister: Vom Fast Food zum Gourmet-Stück

Julia Staller-Niederhammer, 25.05.2017

Es gibt nur wenige Speisen, die weltweit die Massen begeistern – der Burger kann es. Kreiert wurde er in den USA des frühen 20. Jahrhunderts, heute ist er populärer denn je.

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Er ist eine Ikone amerikanischer Popkultur, gilt als das National-gericht der USA schlechthin und wird rund um den Globus mit größter Hingabe verspeist. Die Rede ist vom Burger, der in seiner hundertjährigen Geschichte noch nie so beliebt war wie heute. Vom reinen Fast Food ist er zum Gourmet-Stück mutiert. Doch wie hat es das Fleischlaberl zwischen zwei Weichbrotscheiben überhaupt zu diesem Weltruhm geschafft? Schon um seine Entstehung ranken sich viele Mythen. Wer Jeff Lassen nach der Erfindung des Burgers fragt, hört zum Beispiel folgende: Es war das Jahr 1900. Ein Mann stürmte in den Imbiss seines Urgroßvaters in New Haven, Connecticut. Er sei in Eile, sagte der Gast außer Atem, und brauche deshalb etwas, das er unterwegs essen könne. Louis Lassen eilte in die Küche, nahm schnell ein paar nicht verkaufte Steaks, steckte sie in den Fleischwolf, packte sie mit Tomaten, Zwiebeln und Käse zwischen zwei Toastscheiben – und der Burger war geboren. Jeff verkauft bis heute den Ur-Burger in seinem Diner. Seine Familiengeschichte erzählt er mit stolzgeschwellter Brust gern kostenlos dazu. Nur wer nach Ketchup verlangt, wird höflich, aber bestimmt zurechtgewiesen. Das habe es im Gründungsjahr des Burgers schließlich noch nicht gegeben. Große Empörung erntet man für diese Geschichte natürlich in Hamburg – der Name sei schließlich Hinweis genug, dass der Hamburger aus der deutschen Stadt käme. Jedenfalls wurde dort schon vor hundert Jahren der Snack »Rundstück warm« serviert, ein zusammengefaltetes Brötchen mit Schweinsbraten und Sauce gefüllt. Der Begriff »Hamburger« könnte aber auch schlicht von einer damaligen Bezeichnung für Rindfleisch herrühren. Das im Hamburger Hafen verladene Fleisch, das in die USA exportiert wurde, galt als Luxusgut und soll deshalb ehrfürchtig nach der Stadt benannt worden sein. Das »Oxford English Dictionary« beschreibt das »Hamburg-Steak« hingegen schon 1802 als gepökeltes Rindfleisch. Der Begriff könnte auch hier auf europäische Auswanderer zurückgehen, die sich am Schiff vom haltbar gemachten Trockenfleisch ernährten.

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