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Champagner war und ist mehr als ein Getränk. Er war die erste Form von Popkultur, die die Bürger – denn natürlich konnten sich vor 200 Jahren nur Bürger Schampus leisten – sofort verstanden: köpfen, einschenken, trinken. Ein Luxus, der wie ein Reflex funktioniert: Korken knallt, Blasen steigen, der Raum wirkt größer, heller, wichtiger, die Menschen im Raum interessanter, auch wenn sie es nicht sind. Dass jährlich rund 300 Millionen Flaschen die Keller der Champagne verlassen, stört die Exklusivität nicht im Geringsten. Im Gegenteil: Massenware mit Einmaligkeitspose – die vielleicht brillanteste Maskerade der Genusswelt.
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