Ausgeschenkt: »Pommery 1928«, vermutlich ein Vorläufer der »Cuvée Louise«.

Champagner-Diplomatie

Ulrich Sautter, 17.01.2017

Im Jahr 1938 reist King George VI. zum ersten Staatsbesuch seiner Amtszeit nach Paris.
Präsident Lebrun umwirbt ihn mit getrüffelter Fettammer, Château d’Yquem und viel Champagne Pommery.

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Es ist gegen 20.30 Uhr an diesem 19. Juli 1938, als König George VI. und Königin Elizabeth von England im Élysée-Palast vorfahren. Die Musiker der französischen Nationalgarde stimmen »God Save the King« an, beim Aussteigen aus ihrem Wagen begrüßen der Protokollchef der englischen Botschaft und der Militärkommandant des Élysée das Königspaar, bevor – wie es in den zeitgenössischen Berichten heißt – »Monsieur und Madame Albert Lebrun«, der französische Präsident und seine Gattin, ihre Gäste willkommen heißen. Der französische Präsident bietet Königin Elizabeth seinen Arm, König George VI., in der blauen Uniform des Feldmarschalls der britischen Armee, reicht den seinigen Madame Lebrun. So gelangen die Paare in den Speisesaal des Élysée. Dort erwartet sie ein immenser Esstisch, 40 Meter lang und knapp zwei Meter breit. In der Mitte des Tisches liegen über die ganze Länge der Tafel rote Rosen, zudem schmücken Vasen aus Silber und feinstem Porzellan die Tafel mit Orchideen.

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