DNA-Sequenzen im Erbgut von Getreide können mit einer sogenannten »Genschere« bearbeitet werden.

Chancen & Hürden: Das Potenzial der Gentechnik in der Landwirtschaft

Burkhard Maria Zimmermann, 14.01.2022

Auf der Erde leben immer mehr Menschen – wie kann es gelingen, genügend Nahrung für sie zu produzieren? Über Gentechnik in der Landwirtschaft und neue Lösungen.

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Es kommt nicht häufig vor, dass Bakterien positive Schlagzeilen machen, aber wenn, dann richtig. Im Jahr 2020 erhielten die Französin Emmanuelle Charpentier und die US-Amerikanerin Jennifer Doudna den Nobelpreis für eine sensationelle Entdeckung, die das Potenzial hat, die Gentechnik zu revolutionieren: Sie haben bei der Erforschung des Immunsystems von Streptokokken das Verfahren CRISPR-Cas9 analysiert (siehe unten). Es wird häufig als »Genschere« bezeichnet, denn es macht es möglich, Abschnitte in der genetischen Information eines Organismus besonders schnell und präzise aufzuspüren und zu ändern und dem Lebewesen damit neue Eigenschaften zu geben – das war bislang nur mit großem Zeitaufwand möglich, wenn überhaupt. Mitunter wird die Methode verglichen mit der Art und Weise, wie ein Textverarbeitungsprogramm ein Wort in einem Satz ändert: finden, markieren, überschreiben – schon kleine Änderungen können die Bedeutung dramatisch ändern.

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