Charles Schumann in seiner Münchner Bar »Les Fleurs du Mal« (Die Blumen des Bösen), benannt nach dem Werk des französischen Dichters Charles Baudelaire.

Charles Schumann: Deutschlands most sexy Barman

Uwe Killing, 12.01.2017

Klassiker stehen über den Dingen. So wie der legendäre Barkeeper Charles Schumann, der auch mit 75 nicht ans Aufhören denkt

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An seinem runden Geburtstag im September konnte ihn niemand erreichen. Denn große Feiern zu seinen Ehren oder rote Teppiche sind nicht seine Welt. Da bummelte er lieber alleine durch Tokio, um aufzutanken und neue Eindrücke zu sammeln. Denn ansonsten steht »der Charles«, wie ihn all seine Gäste nennen, noch immer fast jeden Abend hinterm Tresen seiner berühmten Bar in München. Und das seit fast 40 Jahren – eine Ära, in der dieser markante, inzwischen ergraute Charakterkopf zum Inbegriff des stilbewussten und gleichermaßen eigenwilligen Barkeepers wurde. Ein Unikum, das von seinem Standardwerk »Schumann’s Barbuch« mehr als eine halbe Million Exemplare weltweit verkauft hat. Und dessen Gas­tro-Reich unverändert hohe Qualitätsstandards setzt. MAN’ S WORLD empfing der frankophile Lebemann – wie stets im weitgeschnittenen Anzug mit offenem Hemd – an seinem Lieblingsplatz: der eleganten Bar »Les Fleurs du Mal« über dem »Schumann’s« im Münchner Hofgarten. Und auf unnachahmlich knorrig-bodenständige Art sprach der bayerische Bauernsohn über genussintensives Leben und seine Zukunftspläne.

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