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Kastanien sind zuallererst dazu da, über der Glut geröstet vorweihnachtliche Stimmung der heimeligen Art zu verbreiten. Wenn man unterzuckert und mit klammen Fingern durch die Stadt hastet, dann gibt es nichts Schöneres, als sich die Taschen mit jenen glühheißen Geschmacks-Nuggets zu füllen, sie zart zu streicheln und zu drücken und aufs Vorfreudigste zu betasten – bis man sich ziemlich bald die erste genehmigt. Das verheißungsvolle Knacken der Schale, der Kontrast zwischen festem, idealerweise knusprig geröstetem Äußeren und cremig sanftem, auf fast schon fleischige Art süßlich-nussigem Fruchtfleisch – das ist schon sehr verheißungsvoll: Allzu lang kann es jetzt nicht mehr dauern, bis das Haus im Lichterglanz erstrahlt und in stiller Nacht der heilige Braten aus der Röhre geholt wird.
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