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Wer innovativ sein will, heißt es, muss den Kunden zum Ausgangspunkt neuer Ideen machen. Fragt sich nur: Wer ist das genau, der Kunde? Wenn etwa ein Business-Hotel sich auf »den Manager« ausrichtet, wer ist dann genau gemeint? Der Corporate Monkey mit den grauen Schläfen im Maßanzug, der zum Lachen in den Keller geht und vor dem Schlafengehen seine Unterhosen symmetrisch in den Koffer faltet, und für Mineralwasser möglichst wenig ausgeben will? Oder der junge Entrepreneur, der in Biosocken und Jogginghose zum Check-in aufschlägt, der auf ein fair produziertes Vegan-Frühstück besteht und der für seinen Luxus-SUV einen besonderen Parkplatz beansprucht? Kunden sind heute nicht mehr »Otto Normalverbraucher«, sie lassen sich nicht mehr in soziodemografisch definierte Schubladen sortieren, sie folgen nicht einmal mehr konsequent bestimmten Lifestyles. Heute sind sie hybrid unterwegs, multioptional, paradox eben. Sie konsumieren nicht mehr »entweder-dies-oder-das«, sondern »sowohl-dies-als-auch-das«. Also Bio-Eier und SUV.
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