Die Bedeutung von Umami

Marlies Gruber, 17.10.2020

Umami zählt neben süß zu den angeborenen gustatorischen Wahrnehmungen. Beide Geschmacksrichtungen sind in Muttermilch ­zu finden und sollen glücklich machen. Aber was steckt hinter dem kontrovers-köstlichen Umami-Geschmack?

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Umami steht für würzig und fleischig, wirkt harmonisierend, gibt Tiefe und ist wohl die angenehmste und zugleich auch die komplizierteste aller Geschmacksrichtungen. Im Japanischen bedeutet es so viel wie »köstlich«. Wobei – erst seit dem Jahr 2002 gilt umami offiziell als fünfte Geschmacksqualität neben süß, sauer, bitter und salzig. Dabei war umami für die gesamte menschliche Evolution von Bedeutung: Denn erst durch das Feuermachen wurden Lebensmittel genießbar, die zuvor nicht zum Essen taugten, und durch Grillen, Kochen oder Braten kommt auch der Umami-Geschmack zum Vorschein. Hätte er unsere Vorfahren nicht überzeugt, hätten sie wohl die Feuer wieder gelöscht – mit wer weiß welchen Konsequenzen.

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