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Wer sie nicht kennt, der übersieht sie leicht, denn sie ist klein, geradezu winzig: die Fleischerei Kröppel in der Postgasse nahe der Wollzeile. Es ist die letzte Fleischhauerei der Wiener Innenstadt. Alle anderen sind längst Geschichte. Das Reich von Josef Kröppel und seinen beiden Söhnen ist nur 23 Quadratmeter groß, doch die Kröppels bieten hier feinste Würste, einen sensationellen Schinken und ausgesucht gute Fleischstücke in Bestqualität. Besonders die Weißwürste vom Mangalitzaschwein haben in Wien Kultcharakter, die Stammkunden der Fleischerei sind süchtig danach. Kleine Fleischhauereien wie jene der Familie Kröppel sind in den vergangenen Jahren eher rar geworden, viele mussten zusperren. Doch inzwischen hat eine neue Generation an Fleischhauern die Branche deutlich verändert. Es gibt mehr und mehr Mittel- und Großbetriebe, die sich vermehrt auf innovative Qualitätsprodukte spezialisiert haben. Auch die Art des Einkaufens hat sich verändert. Viele Feinschmecker beziehen ihre Steaks und Würste online im Internet, auch aus dem Ausland wie z. B. beim deutschen Otto Gourmet, die Ware kommt dann per Post.
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