Werbung
Extremes Wetter, Frost, Hagel und steigende Temperaturen machen den Klimawandel besonders in den letzten zehn Jahren immer deutlicher spürbar. Weltweit, so heißt es in einer Studie, die in diesem Jahr von spanischen und kanadischen Wissenschaftlern veröffentlicht wurde, sei mindestens die Hälfte aller Weinanbaugebiete bedroht. Bei einem Temperaturanstieg von zwei Grad sollen sich demnach die für Weinbau geeigneten Zonen um 56 Prozent reduzieren, bei einem Anstieg von vier Grad gar um 85 Prozent. Ein dramatisches Szenario, das sich laut den Wissenschaftlern jedoch abschwächen ließe, indem die Winzer einen radikalen Wechsel bei den kultivierten Sorten vornehmen. Für das französische Burgund etwa schlagen sie den Anbau von hitzeliebendem Grenache statt Pinot Noir vor, für das Bordeaux Mourvedre statt Cabernet Sauvignon. Tiefe Eingriffe in die Weinbautradition der Regionen, die sich über Generationen hinweg ihren Ruf, gleich einer Marke, mit gewissen Sorten erarbeiteten.
Werbung