Die jüngsten Attacken der CRAV im Überblick.

Die Winzerproteste in Südfrankreich eskalieren

Ulrich Sautter, 09.08.2016

Rund 50.000 Liter Wein fluteten Straßen der Hafenstadt Sète. Die militanten Winzer wehren sich mit drastischen Maßnahmen gegen den Import von Billigwein.

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Das selbst ernannte »regionale Aktionskomitee Weinbau« (Comité régional d'action viticole, kurz CRAV) ist bekannt und berüchtigt: Schon in den vergangenen Jahren war dieser Geheimbund unzufriedener Winzer im Languedoc-Roussillon immer wieder mit Attacken auf unliebsame Konkurrenz und sogar mit Sprengstoffanschlägen in Erscheinung getreten. Jetzt machen die radikalisierten Winzer erneut mit Gewalttaten von sich reden: Vor zwei Wochen überfielen 30 Vermummte nahe Béziers mit Äxten und Schlagstöcken die Büros des Händlers Sudvin. Mobiliar und Computer wurden zertrümmert und die Büros schließlich in Brand gesteckt. In der vergangenen Woche ergoss sich in der Hafenstadt Sète im Languedoc der Inhalt mehrerer Tanks mit spanischem Importwein auf die Straße.

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