Eine Nacht am Wiener Würstelstand

Sonja Wind, 10.01.2020

Er bewegt sich irgendwo zwischen gefragtem Kult-Objekt und verblassendem Relikt – feststeht: Der Würstelstand gehört zu Wien einfach dazu. Eine nächtliche Recherche.

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»A Eitrige mit einem 16er-Blech, bitte!« – entgegen dem Klischee bestellt so kaum jemand eine Käsekrainer und eine Dose Ottakringer Bier am Würstelstand – zumindest kein echter Wiener. Denn der »Würstelstand-Jargon« ist unter Einheimischen weniger populär als angenommen und den Touristen vorbehalten. An manchen Ständen, wo aufgesetzter Dialekt mit Vorbehalten gesehen wird, kann einem bei derartiger Bestellweise sogar die Wurst verwehrt bleiben. Hört man im Gewimmel also eines dieser Vokabeln, kann man sich fast sicher sein, dass es sich um einen Touristen handelt, der gerade einen Punkt seiner »Must-Do-in-Vienna«-Liste abhandelt.

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