Werbung
Ich habe ein Haus zwischen Hügeln und Meer – im Collio, mit einem kleinen Hof, einem winzigen Garten und ganz aus Stein. Rund um dieses Kleinod geht es höchst italienisch zu. Che bello! Über den Zaun hinweg regnet es schöne Worte, während der Wind die Wäsche der Nachbarinnen trocken weht. Draußen auf der Straße zieht das Leben vorbei, und in der nahen Kirche wird viel gesungen, gebetet und auch geweint. Im Hof dösen meist drei oder vier Katzen. Erst das Abendgeläut vermag sie zu bewegen. Dann beginnt auch der Tag sich davonzuschleichen. Piano, piano löst er sich vom Alltag, vom friulanischen Geschnatter der Nachbarinnen, vom Zirpen der Zikaden in den Bäumen neben der Kirche und vom Strudel der Straße. Er wird leiser und leiser, und irgendwann ist er weg.
Werbung