Wie hier bei Château Thivin in Brouilly ist in den besten Lagen des Beaujolais alles Handarbeit.

Fleurie & Co.: Die besten Weine des Beaujolais

Ulrich Sautter, 13.02.2024

Moulin-à-Vent, Fleurie, Brouilly, Morgon: Wie in Burgund oder Bordeaux tragen auch im Beaujolais die besten Weine nicht den Namen des Gebiets, sondern denjenigen einer Gemeinde, eines Bergs (wie im Fall Brouillys), oder einer emblematischen Landmarke (Moulin-à-Vent = Windmühle)

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Antoine Budker war von Beruf Ingenieur für Straßen- und Brückenbau, doch seine Leidenschaft muss dem Wein gegolten haben: Im Jahr 1869 veröffentlichte er eine »Carte des Vignobles des Côtes Beaujolaise, Mâconnaise & Chalonnaise«, also eine Lagenkarte, die die Weinberge des Beaujolais zusammen mit den nördlichen Burgunder-Nachbarn aus Mâcon und von der Côte Chalonnaise kartografiert. In der Karte sind die besten Lagen farblich hervorgehoben und in fünf Güteklassen unterteilt. Im Beaujolais findet man unter den Lagen erster Klasse beispielsweise »le Pis« in Villié (also die heute als »Côte de Py« bekannte Lage in der AOC Morgon) oder »Les Thorins« in Romanèche (also Moulin-à-Vent), als 2ème findet man etwa Les Bachelards in Fleurie oder Château Thivin in Odenas (am Mont Brouilly). Wie bei jeder Klassifikation kann man über Details streiten. Wichtig und aussagekräftig ist, dass sie überhaupt durchgeführt wurde.

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