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Der lange Sommer und der prächtige Herbst haben kerngesundes Traubenmaterial möglich gemacht, das viele Winzer hängen ließen, um auf Eiswein zu spekulieren. Niemand hatte gedacht, dass es schon im November möglich wäre, die Ernte einzufahren. Trotz widersprüchlicher Wettervorhersagen lagen aber viele Winzer in der Nacht auf den 29. November auf der Lauer, um das Thermometer zu beobachten. In fast allen Weinbauregionen wurde der Eifer belohnt, denn die Temperaturen fielen unter Minus sieben Grad und die gefrorenen Beeren konnten geerntet werden. Erfolgsmeldungen kamen aus dem Kremstal, dem Kamptal, dem Weinviertel, der Thermenregion, Wien, vom Leithaberg und vom Neusiedlersee. Für eine Bilanz ist es noch zu früh, aber viele Winzer konnten die Eisweinlese 2018 schon abschließen. Was jedenfalls jetzt schon gesagt werden kann, ist dass uns der Jahrgang 2018 lange in Erinnerung bleiben wird. Späte Blüte, kein Frost, gewaltiges Wachstum, hohe Reifegrade und sehr frühe Ernte, das charakterisierte den Jahrgang bisher (Falstaff hat berichtet). Die frühe Eisweinlese setzt dem Traum-Weinjahr nun die Krone auf.
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