Werbung
Tom Drieseberg weiß noch ganz genau, wie alles begann. Im Herbst 2002 kam sein damaliger Betriebsleiter zu ihm und meinte: »Chef, was machen wir nur? Draußen im Weinberg hängt mehr fruchtige Spätlese, als wir jemals verkaufen können.« Da habe er, so sagt der Besitzer der Weingüter Wegeler heute, 16 Jahre später, keinen Moment gezögert: »Ich habe mir 70.000 Flaschen geilster Spätlesen keltern lassen.« Natürlich verkaufte er in den ersten Jahren nach der Abfüllung der Weine nur einen Teil davon. Doch sein Plan war auch ein ganz anderer: »Ich hatte damals gerade in Beethovens Briefen gelesen, wie er seinen Verleger Schott in Mainz um reife Mosel- und Rheinweine bittet, nachgerade gebettelt hat er darum. Wenn sich die ersten zehn Jahre lang niemand für solche Weine interessiert: völlig egal. 2012 habe ich dann mit der Release der 2002er-Spätlesen die Wegeler »Vintage Collection« gestartet. Und als Erster kam kein Geringerer als der beste Sommelier der Welt, Andreas Larsson, um die Ecke und fragte nach den Weinen. Die 2002er-Lenchen-Spätlese aus Oestrich war 2012 sogar zum ersten Mal im Verkauf, vorher war die nie auf der Karte.«
Werbung