Exzellente Küchenkunst kann man bei Hans Horberth im »La Vision« in der Domstadt Köln genießen.

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In der Domstadt am Rhein mit Haute Cuisine zu reüssieren ist gewiss nicht einfach. Die Gourmets mit Brief­tasche tendieren nach Bergisch Gladbach zu Joachim Wissler oder Nils Henkel, und der Rest begnügt sich nur allzu oft mit Kölner Durchschnittskost. Nun hat es das »La Vision« im Wasserturm geschafft, auch in der Stadt selbst eine exzellente Hochküche zu etablieren. Küchenchef Hans Horberth, der unter anderem bei Johann Lafer gelernt hat, kann sich über zwei Michelin-Sterne und ein auch an Wochentagen ausgebuchtes Restaurant freuen. Denn der Wahlfrankfurter schafft die Balance zwischen Tradition (nämlich das auf den Tisch zu bringen, was die Menschen kennen und lieben) und Moderne (neu interpretiert mit Espuma und Co.). Der Ochsenschwanz kommt als Cappuccino mit Périgord-Trüffeln, das Milchferkel mit Rhabarber und Senfkohl und das Zicklein aus der Eifel mit Chicorée, Gelber Bete und Wacholder. Aber auch beim Fisch klappt der Spagat: Der Lachs kommt als Backfisch und der ­Kabeljau mit Linsen und Meerrettich. Mit viel Spaß definiert Horberth auch deutsche Klassiker neu. Der Höhepunkt: ein Toast Hawaii à la Vision mit Ibérico-Schwein, Ananassorbet und Mimoletteschaum.

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