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Bratislava hat 2010 mit dem Kempinski ein Fünf-Sterne-Hotel bekommen, das von Hubschrauberlandeplatz bis zu 390 Quadratmeter großer Präsidentensuite alle Anforderungen der Luxuskategorie erfüllt. Dass es nun auch zu einer interessanten Destination für Gourmets wurde, dafür ist seit einigen Monaten Küchenchef Björn Juhnke verantwortlich. Der junge Deutsche kann bereits einige spannende Karrierestationen vorweisen, darunter Gordon Ramsays Restaurant »MAZE« in Prag. Im »River Bank« hebt sich Juhnke auf erfrischende Weise durch den Einsatz lokaler Produkte von der Einheitsgastronomie vieler Luxushotelketten ab. Er arbeitet mit regionalen Spitzenproduzenten zusammen und integriert traditionelle slowakische Rezepte in ein modernes Küchenkonzept. Als Vorspeise gibt es roh marinierte rote und gelbe Rüben, die mit einem cremig-aromatischen Ziegenkäse kombiniert werden. Auch die Terrine von der Foie gras bekommt durch die Verbindung mit eingelegtem knackigem Gemüse eine leichte Anmutung. Besonders köstlich geraten die Gerichte vom Mangalitza-Schwein. Dessen Bauch mariniert Juhnke zwölf Stunden, um ihn dann weitere 24 sous-vide zu garen – dann zergeht das Fleisch von hervorragender Qualität förmlich auf der Zunge. Gewürzte Linsen und kleine Schafkäseklöße harmonieren dazu perfekt. Die Weinkarte mit mehr als 400 Positionen bietet eine feine Auswahl an internationalen Tropfen. Doch man sollte sich nicht die Chance entgehen lassen, auch die durchaus interessanten Top-Weine der Slowakei zu probieren. Das Ambiente des Restaurants entspricht der pompösen Eleganz, die man vielerorts in Luxushotels findet. Beeindruckend ist hingegen, was auf der anderen Seite der Fenster liegt: Dort fließt nämlich die Donau vorbei
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