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Thai-Food, authentisch, modern und auf höchstem Niveau – das finden wir in Thailands Millionenmetropole im kleinen, stylishen Restaurant von Duangporn Songvisava, kurz Bo, und Dylan Jones. Kennengelernt haben sich die Thailänderin und der Australier in London zwischen Töpfen und Pfannen – in der Küche des »Nahm«. David Thompsons Kult-Lokal hatte als erstes Thai-Restaurant Europas einen Michelin-Stern. Bo und Dylan gehen zurück zu den Wurzeln der thailändischen Küche. Bo übersetzt historische Rezepte aus dem Thai, die beide dann sensibel umsetzen. Sie wollen weg von der ewigen Kokosmilch: Weil viele Ausländer den Geschmack mögen, schütte man ja heute in Thailand über alles Kokosmilch. Nicht nur die Rezepte im Bo.lan, auch die Lebensmittel stammen aus dem eigenen Land, wenn möglich aus biologischem Anbau. Das ist in Asien nicht selbstverständlich. Zudem verwenden die jungen Spitzenköche in Vergessenheit geratene Nahrungsmittel wie fast ausgestorbene Reissorten. Kein Wunder, dass das Paar die Thai-Sektion von Slowfood gründete, den Verein zur Förderung regionaler Geschmacksvielfalt. Auch in puncto Schärfe geht’s authentisch zu: Green Curry ist eben scharf – sehr scharf. Möchte ein Gast dieses Gericht milder, wird ihm geraten, etwas anderes zu bestellen. Oder man erklärt ihm, dass er die Schärfe mit Reis mildern kann. Wir essen uns erlebnishungrig durchs »Balance«-Menü, für das Bo und Dylan wichtige Thai-Gerichte neu komponieren: immer Salat, Chili-Relish mit Gemüse, Pfannengericht, Curry und Suppe. Dazu wird eine kleine, erlesene Weinauswahl kredenzt – mit Tropfen vor allem aus Australien und Neuseeland, aber auch aus Europa. Gerade deutsche und österreichische Weine, findet Dylan, passen perfekt zur Thai-Küche.
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