Die peruanische Kochkunst begeistert im New Yorker »La Mar Cebicheria« mit roh marinierten Fisch-Spezialitäten.

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Kein Zweifel, die peruanische Küche ist en vogue. Nobu Matsuhisa war der Erste, der sie in den 1970er-­Jahren in New York und dann in seinen »Nobu«-Restaurants in der ganzen Welt ­populär gemacht hat. Jetzt wagen die »­Original-Peruaner« den Weg gen Norden. »La Mar Cebicheria« aus Lima hat sich auf der Madison Avenue angesiedelt – und ist der Hit in Manhattan. Der Schwerpunkt liegt, wie der Name schon sagt, bei den besten Cebiches (roh ­mariniertem Fisch), die man weit und breit bekommen kann. Etwa »Limeno« mit ­Flunder, Oktopus, Shrimps in Zitronen­mayo, »Nikei« mit Tuna, roten Zwiebeln, ­japanischen Gurken und Avocado in Tamarind-Sauce, »Chifa« mit Makrele, grünen Mangos, Erdnüssen in einem Sesam-Dip. Und auch bei der Hauptspeise wird auf peruanische Klassiker zurückgegriffen, wobei diesmal das Fleisch im Vordergrund steht. Das »ají de gallina« ist ein Hühner­eintopf mit Kartoffeln und Oliven, das »seco de cordero« besteht aus Lamm mit Karotten und Bohnenpüree, und beim »lomo saltado« kommt das Steak aus dem Wok mit Tomaten, Frühlingszwiebeln und »biologischen« Pommes frites, die por­tionsweise mit frischem Öl zubereitet werden. Trotz der kühlen Einrichtung – schwarzen ­Tischen, braun-grauer Polsterung – kann man sich im »La Mar« wohlfühlen. Was vor allem am freundlichen Service liegt, der mit großer Gelassenheit auch zum dritten Mal erklärt, was denn unter »leche de tigre« oder »ocopa« oder »choclo« zu verstehen ist. Ein weiteres Plus: die übersichtliche, aber hervorragende Weinkarte mit Spitzengewächsen vor allem aus Kalifornien, aber auch Riesling aus Deutschland und Grünem Veltliner aus Österreich.

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