Die Staatsoper im BlickDas Gespräch fand in der »Gerstner Beletage« im Palais Todesco in Wien statt.

Großer Wein & feine Töne

Peter Moser, 05.02.2018

Die Wachauer Winzer-Legende und Opernliebhaber F.X. Pichler traf den vinophilen Staatsopern-Direktor Dominique Meyer zum Gespräch über Musik und Wein mit unendlichem Abgang.

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Der Operndirektor und der Wine­maker: Der eine liebt den Weißwein des Zweiteren, der andere den Wirkungskreis des Ersteren, gemeinsam verbindet sie ein Faible für gute Rotweine. Zwei Freun­de der gehobenen Genüsse, die noch mehr mit­­einander teilen – nämlich die Freude am kultivierten Diskurs. Für Falstaff trafen sie einander in der »Beletage« der »Gerstner k. u. k. Hofzuckerbäckerei« im prachtvollen Palais Todesco gleich vis-à-vis der Wiener Staatsoper, um über die seelenwichtigen Gegengewichte in ihrem Leben zu plaudern. Auch hier wieder eine interessante Gemeinsamkeit: Um in das Feld des jeweils anderen vorzudringen, bekennen beide, dass sie den langsamen Weg des Herantastens wählten. Dabei hatte Dominique Meyer einen gewis­sen Startvorteil, denn er wurde 1955 im Elsass geboren und studierte in Paris – während F.X. Pichler erst im Erwachsenenalter begann, sich für die Oper zu interessieren. Dominique Meyer leitet seit 2010 die Wie­ner Staatsoper. Zuvor war er Intendant des pri­vaten Théâtre des Champs-Élysées in Paris. Der Wachauer F.X. Pichler (76) baute den ursprünglich elterlichen Betrieb in den letzten 46 Jahren zu einem der besten Weißweingüter der Welt aus. Seine Grünen Veltliner und Ries­linge aus Toplagen – wie der Ried Kellerberg sowie spezielle Jahrgangsweine mit Namen wie »M« oder »Unendlich« – sorgen seit Jahr­­-­­­zehnten für Begeisterung bei Weinfreunden.

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