Marion Ebner-Ebenauer und Manfred Ebenauer erzeugen in Poysdorf eine Palette erstklassiger Grüner Veltliner.

Grüner Veltliner: Erfolgsmodell mit »Pfefferl«

Peter Moser, 08.06.2017

Das Weinviertel ist nicht nur das größte Weinbaugebiet Österreichs – es steht auch wie keine andere Region für hervorragenden Grünen Veltliner. Falstaff lüftet das Erfolgsgeheimnis.

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Jeder zweite Grüner-Veltliner-Rebstock der Welt steht im Weinviertel. Auf mehr als 6000 Hektar wird er hier, südlich der Thaya, angebaut. Der unglaubliche Erfolg des Veltliners hat spätestens mit der Einführung der Herkunftsbezeichnung Weinviertel DAC eingesetzt. Der mittlerweile nicht nur in Österreich äußerst beliebte Weißwein aus der Rebsorte Grüner Veltliner wurde der unangefochtene Hauptdarsteller, wenn es um Wein aus dem Weinviertel geht. Und ist somit ein Musterbeispiel für ein erfolgreiches Herkunftsmarketing. Dabei ist der Name Weinviertel für die Region erst seit etwas mehr als einem Jahrhundert gebräuchlich. Anlässlich einer Verwaltungsreform wurde 1868 die Einteilung in die vier Viertel in Niederösterreich rechtlich obsolet, und die politischen Bezirke wurden eingeführt. Diese ersetzten die davor gebräuchliche Einteilung in Kreise. Das »Viertel unter dem Manhartsberg (V. U. M. B)« war Geschichte. An dessen Stelle trat der Begriff Weinviertel, was die Bedeutung der Weinkultur in diesem Teil des Landes sichtbar macht. Damit war es durchaus logisch, diesen Ursprung auch durch das »Weinviertel DAC« für den Konsumenten deutlich zu machen. Seit dem Jahrgang 2009 gibt es zusätzlich zur klassisch trocken ausgebauten Variante auch noch die Kategorie »Weinviertel DAC Reserve«, die für eine kräftigere Stilistik steht.

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