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»Wie viel Genuss steckt in der Politik – und wie viel Politik steckt im Essen?« Dieser Frage ging am Montag auf Einladung des »Kurier« eine hochkarätige Runde im »Le Ciel« im Wiener Grand Hotel nach. Wolfgang Rosam, Falstaff-Herausgeber und Politikberater, eröffnete die Podiumsdiskussion mit einer harschen Kritik: »Essen muss Spaß machen, aber die Politik versucht uns diesen Spaß zu nehmen.« Als Beispiel nennt er die EU, die schon zu Beginn mit den Vorschriften zur Krümmung der Banane, über die mühselige Allergen-Verordnung bis hin zum aktuellen Fall mit den Vorschriften zum Bräunungsgrad von Pommes Frites als Spaßbremse auftritt. Rosam tritt leidenschaftlich dafür ein, dass man den Menschen ihren Genuss lassen soll und dass man den aktuellen Teufelskreis unterbrechen muss. Durch den allgegenwärtigen Preisdruck überwiegt schlechte Qualität in den Regalen, Bauern und Händler können kaum davon leben, die Tiere werden krank gezüchtet und am Ende werden auch die Menschen krank. Gastronom und Politiker Sepp Schellhorn stimmt grundsätzlich zu und zitiert seine Mutter: »Wer nicht genießen kann, wird ungenießber und läuft Gefahr, entsorgt zu werden.« Generell beklagt auch er den Preisdruck, der sich auch besonders in der Gastronomie auswirkt. »In Österreich wird der Gastronom als erstes am Preis gemessen.« Kurier-Journalistin und Autorin Martina Salomon vermisst in Österreich den Respekt vor dem Handwerk.
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