So schön das Panorama im ice Q ist, so sehr muss doch die Änderung des Wein­geschmacks bedacht werden. 

High Society: Weingenuss in der Höhe

Christian Seidel, 06.01.2018

Der Geschmack von Wein verändert sich in der Höhe, Essen wechselt seine Konsistenz und die Zubereitung wird komplizierter. Annäherung an eine Wissenschaft, die vor allem Berghütten und Fluggesellschaften beschäftigt.

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Vielleicht versteckt sich des Rätsels Lösung in der Nase. Oder hinter dem Gaumen. Ganz sicher aber im Tomatensaft. Denn dessen Faszination lässt sich in Zahlen zusammenfassen. Die Lufthansa schenkt jedes Jahr rund 1,7 Millionen Liter auf ihren Flügen aus. Im Vergleich dazu ist Bier mit 1,6 Millionen Liter geradezu ein Ladenhüter. Man stelle sich vor, unten auf der Erde würde ebenfalls mehr Tomatensaft als Bier getrunken werden. Holland wäre mit einem Schlag das reichste Land der Welt. Tomatensaft leidet am Boden allerdings an seinem Aroma. Muffig sei er, erdig, salzig. Unter Niederdruck ist das anders. Erreicht ein Flugzeug seine Reiseflughöhe von etwa 10.000 Metern, herrscht in der Kabine ein Luftdruck, vergleichbar mit dem Gipfel der Zugspitze – also rund 3000 Höhenmeter. Plötzlich schmeckt der Tomatensaft frischer. Er verströmt ein fruchtigeres Aroma und ist überhaupt etwas höflicher im Umgang mit Geschmacksnerven und Geruchssinnen.

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